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Ein kleines Wunder: Fritz Keller über Freiburgs Europa-Finale

Fritz Keller spricht im Interview über den historischen Weg des SC Freiburg ins Europa-Finale. Ein Blick auf die Herausforderungen und Triumphe der Saison.

Tim Keller1. Juli 20263 Min. Lesezeit

In der pulsierenden Atmosphäre des Schwarzwald-Stadions schallen die Gesänge der Fans durch die Luft. „SC Freiburg, mein Verein!“, wird voller Inbrunst gesungen. Mit jedem Spiel, das die Freiburger in dieser Saison bestritten haben, ist die Hoffnung auf ein großes Abenteuer gewachsen. Als der Schlusspfiff im Halbfinale fiel, war es klar: Freiburg steht im Europa-Finale. Ein unglaublicher Moment, der nicht nur die Spieler, sondern auch die ganze Stadt in einen euphorischen Zustand versetzt hat. Fritz Keller, der ehemalige Präsident des Vereins, ist einer der Wegbereiter dieses Erfolges und hat eine klare Sicht auf das, was bisher geschehen ist und was noch kommen kann.

Der überraschende Aufstieg

Der Weg ins Finale war alles andere als vorgezeichnet. Die Rückkehr von Keller in seine Heimatstadt, nachdem er viele Jahre im deutschen Fußballwesen tätig war, war mit Erwartungen und Hoffnungen verbunden. Als er 2017 den Posten als Präsident übernahm, wusste er, dass der SC Freiburg in einer schwierigen Phase steckte. Doch mit einer klaren Vision und viel Entschlossenheit legte Keller den Grundstein für eine neue Ära. Spieler wie Vincenzo Grifo und Nico Schlotterbeck sollten das Team nicht nur verstärken, sondern es auch emotional zusammenhalten.

Der einschneidende Moment kam, als Keller in einer Vorstandssitzung das Konzept eines Ausbildungsvereins entwarf, das auf Jugendförderung und Integration setzte. Diese Strategie erforderte Mut und Geduld, was sich nun auszahlt. „Wir haben viele Talente im Verein, die mit Leidenschaft und Hingabe spielen“, erklärt Keller. Die Mischung aus jungen, hungrigen Spielern und erfahrenen Führungspersönlichkeiten bildet die Grundlage des Erfolgs.

Ein ganz besonderes Team

Die Chemie im Team ist spürbar. Jeder Spieler weiß, dass er Teil von etwas Größerem ist. Es ist diese Identität, die den SC Freiburg stärker macht als die Summe seiner Teile. Keller hebt hervor: „Es ist ein echtes Team, und das sieht man auf dem Platz.“ Der Zusammenhalt, die Teamarbeit und die unerschütterliche Unterstützung von den Fans schaffen eine Atmosphäre, die es den Spielern ermöglicht, über sich hinauszuwachsen. Der Weg ins Finale war nicht ohne Hürden. Es gab Rückschläge, Verletzungen und knappe Spiele. Aber gerade diese Herausforderung hat die Mannschaft geformt.

Die Emotionalität des Spiels gegen Borussia Dortmund im Halbfinale, in dem Freiburg nach einem Rückstand zurückkam, war ein Schlüsselmoment. „Das war wie ein kleiner Wunder“, beschreibt Keller und fügt hinzu, dass solche Spiele den Charakter der Mannschaft zeigen. Sie fighten bis zur letzten Minute, und der Glaube an den Erfolg wird nie aufgegeben.

Freiburgs Weg ins Europa-Finale

Das Finale ist nun zum Greifen nah. Mit jedem Training, jedem Spielaufstellung und jeder kleinen Vorbereitung wächst die Vorfreude und auch der Druck. Keller glaubt, dass der Schlüssel zum Erfolg im Kopf liegt. „Mentalität ist entscheidend. Wir müssen ruhig bleiben und unser Spiel spielen.“ Im Hinblick auf den Gegner zeigt er sich optimistisch und fordert seine Spieler auf, die Erfahrung zu nutzen, die sie während der Saison gesammelt haben.

Der SC Freiburg hat eine bemerkenswerte Reise hinter sich, und der Weg ins Europa-Finale ist zwar ein Ziel, doch Keller weiß, dass es nicht nur um den Erfolg geht. „Es ist auch über die Geschichten, die wir schreiben, und über die Gemeinschaft, die wir schaffen.“ Menschen aus verschiedenen Städten, mit unterschiedlichen Hintergründen und Träumen sind durch den Fußball vereint. Diese Verbindung wird stärker, je weiter Freiburg in der europäischen Liga kommt.

Die Fans stehen bereit, um ihre Mannschaft in dieser aufregenden Phase zu unterstützen. Keller ist sich der Verantwortung bewusst, die auf seinen Schultern lastet, und er möchte, dass jeder Spieler diesen Moment in vollen Zügen genießt. „Wenn wir unser Bestes geben, kann uns niemand aufhalten“, sagt er mit einem Lächeln. Und während das Finale näher rückt, ist das Gefühl der Zuversicht und des Stolzes spürbar.

Der SC Freiburg hat tatsächlich eine Geschichte des Wunders geschrieben, die nicht nur den Verein betrifft, sondern auch die Herzen der Menschen berührt.

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